Der Tag begann früh und fühlte sich schon am Vormittag so an, als hätte jemand die Temperaturregelung auf „unnötig anstrengend“ gestellt. Über 30 Grad, dazu immer noch erkältet. Keine ideale Kombination für einen langen Arbeitstag.
Trotzdem stand ein ganztägiger Security-Workshop auf dem Programm. Also Kaffee, Konzentration und durch.
## Die Suche nach den schnellen Erfolgen
Inhaltlich war der Tag durchaus spannend. Es ging viel um Conditional Access, MFA und PIM. Also genau die Themen, bei denen man ständig versucht herauszufinden, wo die schnellen Verbesserungen liegen, ohne gleich die halbe Organisation gegen sich aufzubringen.
Solche Workshops sind immer ein bisschen wie Schatzsuche. Man gräbt sich durch Anforderungen, Risiken und technische Möglichkeiten und hofft irgendwo auf die berühmten Quick Wins zu stoßen. Manchmal findet man sie. Manchmal findet man vor allem neue Aufgaben.
Heute war von beidem etwas dabei.
## Fast verhungert
Zur Mittagszeit gab es dann ein Problem, das sich mit keinem Security-Tool lösen lässt.
Mitarbeiterkarte vergessen.
Natürlich genau an dem Tag, an dem ich Hunger hatte. Und natürlich hatte ich auch kein Bargeld dabei. Digitalisierung schön und gut, aber irgendwann steht man trotzdem vor dem Essen und merkt, dass die Theorie nicht weiterhilft.
Zum Glück hatte Sebastian, der Koch, mehr Mitgefühl als mein organisatorisches Talent. Verhungern musste ich jedenfalls nicht.
Auf dem Teller landete Hühnerfleisch mit Reis. Vor einigen Monaten hätte ich vermutlich noch etwas anderes gewählt. Inzwischen zeigt die Ernährungsumstellung aber Wirkung, und ehrlich gesagt vermisse ich viele alte Gewohnheiten deutlich weniger als gedacht.
## Parkplatzgespräche
Eines der eigentlichen Highlights des Tages fand gar nicht im Workshopraum statt.
Nach Feierabend stand ich noch eine ganze Weile mit Stefan auf dem Parkplatz. Eine dieser Unterhaltungen, die eigentlich nur ein paar Minuten dauern sollen und dann doch deutlich länger werden.
Wir haben über dies und das gesprochen. Nichts Spektakuläres, nichts für ein Protokoll. Aber manchmal bleiben genau solche Gespräche eher hängen als die Präsentationen des Tages.
Während die Temperaturen langsam etwas erträglicher wurden, verging die Zeit erstaunlich schnell.
## Genug für heute
Unterm Strich war es ein langer Tag. Interessante Themen, gute Diskussionen, ein kleiner organisatorischer Totalausfall beim Mittagessen und weiterhin eine Erkältung, die sich hartnäckiger zeigt, als mir lieb ist.
Jetzt bin ich vor allem müde. Der Workshop ist vorbei, die Mitarbeiterkarte hoffentlich morgen wieder dabei und die Temperaturen dürfen von mir aus gern ein paar Grad nachgeben.
Ach ja: heute Abend 1. Halbfinalspiel Frankreich gegen Spanien. Keine Ahnung, wem ich die Daumen drücken soll. Der Mbappé ist mir irgendwie sympathisch.
Und morgen spätestens das Wichtigste: Finales Angebot Daniela prüfen und hoffentlich bis Freitag verbindlich zusage. Tansania, ich will da hin.
Bis morgen.
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