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Flüge gebucht. Jetzt gibt es kein Zurück mehr.

 

Heute war einer dieser Arbeitstage, die man irgendwie gar nicht groß bemerkt, weil einfach Dinge vorangehen.

Nicht spektakulär. Keine Krisen. Keine Überraschungen im Kalender. Einfach mal ein Freitag, an dem man ein paar Themen sauber abarbeiten konnte.

Budget 2027 ein Stück weitergebracht. Die Personas für die M365-Lizenzen sind praktisch fertig. Solche Aufgaben machen selten Schlagzeilen, aber wenn sie endlich auf der Zielgeraden sind, fühlt sich das trotzdem gut an.

Der Schnupfen nervt allerdings weiterhin. Und der Husten hat offenbar beschlossen, auch noch ein Wörtchen mitzureden. Es ist nichts Dramatisches, aber genau genug, um lästig zu sein. Man merkt ständig, dass irgendwas nicht ganz rund läuft.

Tja. Immerhin gibt es deutlich Schlimmeres.

Ein fast ausgestorbenes Büro

Ausnahmsweise war ich heute im Büro und nicht im Homeoffice.

Freitag.

Man kennt das.

Schon beim Reinkommen hatte ich das Gefühl, dass irgendwo ein Rundschreiben verteilt wurde, von dem ich nichts mitbekommen habe. Das Gebäude wirkte jedenfalls erstaunlich leer.

Nicht komplett verlassen. Aber nah dran.

Die Gänge ruhig. Wenig Bewegung. Wenig Gespräche.

Mittags in der Kantine wurde dieses Gefühl noch deutlicher. Ich saß dort und hatte zeitweise das Gefühl, als hätte man versehentlich vergessen, den Rest der Belegschaft einzuladen.

Natürlich waren Menschen da.

Aber eben nicht viele.

Es ist schon interessant, wie unterschiedlich ein Gebäude wirken kann. An manchen Tagen herrscht überall Betrieb. Heute hatte eher alles den Charme eines Sonntagnachmittags kurz vor Ladenschluss.

Nicht schlimm. Nur ungewohnt.

Andererseits hat so ein ruhiger Tag auch Vorteile. Man wird deutlich seltener aus Konzentrationsphasen herausgerissen. Dinge, die sonst gerne liegen bleiben, wandern plötzlich auf die Erledigt-Liste.

Der eigentliche Höhepunkt des Tages

Der eigentliche Höhepunkt hatte mit Arbeit allerdings nichts zu tun.

Wir haben die Flüge für Februar 2027 gebucht.

Und damit wurde aus einer Idee wieder ein echter Plan.

Natürlich hatten wir schon länger über die Reise gesprochen. Es gab Überlegungen, erste Planungen und jede Menge Vorfreude. Aber solange keine Flüge gebucht sind, bleibt immer noch ein kleines Hintertürchen offen.

Mit den Tickets ist das anders.

Jetzt steht das Ganze plötzlich deutlich konkreter vor einem.

In ein paar Monaten geht es tatsächlich los.

Und ich merke schon jetzt, wie die Vorfreude langsam Fahrt aufnimmt.

Die Buchung aus der IT-Hölle

Eigentlich sollte das Buchen der Flüge nur eine Formalität sein.

Einloggen.

Daten eingeben.

Bezahlen.

Fertig.

So zumindest die Theorie.

Die Praxis hatte offensichtlich andere Pläne.

Die Buchungsseite von Ethiopian Airlines hat sich jedenfalls alle Mühe gegeben, den Vorgang unnötig spannend zu gestalten.

Schon das Anlegen eines Accounts funktionierte nicht vernünftig.

Noch ärgerlicher war allerdings etwas anderes: Es gab keine brauchbaren Fehlermeldungen.

Nichts.

Man klickt irgendwo drauf und irgendetwas funktioniert nicht.

Warum?

Keine Ahnung.

Was genau schiefgelaufen ist?

Ebenso unklar.

Wie man das Problem lösen könnte?

Viel Erfolg.

Für jemanden, der beruflich ständig mit IT-Systemen zu tun hat, sind solche Erlebnisse besonders interessant. Nicht im positiven Sinn.

Man sitzt davor und denkt sich, dass vermutlich irgendwo eine Fehlermeldung existiert. Wahrscheinlich sogar eine ziemlich aussagekräftige. Nur leider bekommt sie der Benutzer nie zu Gesicht.

Danach begann das fröhliche Ausprobieren verschiedener Zahlungsmethoden.

Die erste funktionierte nicht.

Die nächste auch nicht.

Weitere Versuche ebenfalls nicht.

Irgendwann stellt man fest, dass man längst nicht mehr bucht, sondern nur noch herausfinden möchte, welche Kombination aus Klicks und Zufällen das System akzeptiert.

Am Ende war es PayPal.

Warum genau PayPal funktionierte und alles andere nicht, bleibt eines der kleineren Mysterien dieses Tages.

Aber irgendwann war die Bestätigung da.

Und damit war der Kampf gewonnen.

Na gut. Vielleicht nicht gewonnen.

Eher überlebt.

Jetzt wird es langsam real

Nachdem die Buchung durch war, begann automatisch der angenehme Teil.

Man schaut sich die Reise noch einmal an.

Man denkt an die Safaris.

An die Pirschfahrten.

An die Landschaften.

An die vielen Stunden unterwegs.

An die Dinge, die man vielleicht sehen wird.

Und plötzlich ist Februar gar nicht mehr so weit weg.

Urlaub in dieser Größenordnung wird natürlich wieder kein Schnäppchen.

Das weiß man vorher.

Und trotzdem ist das einer der Momente, in denen man weniger auf die Zahl schaut als auf das, was dahintersteht.

Die Vorfreude ist inzwischen jedenfalls ziemlich groß.

Die Sache mit den Big Five

Natürlich gibt es bei einer Safari keine Garantien.

Tiere lesen keine Reisepläne.

Sie erscheinen nicht pünktlich zu festgelegten Terminen.

Und sie interessieren sich auch nicht dafür, was Besucher gerne sehen würden.

Genau das macht den Reiz aus.

Trotzdem gibt es da natürlich diese berühmten Big Five.

Und diesmal besteht durchaus eine realistische Chance, alle fünf zu sehen.

Persönlich fehlt uns noch der Leopard.

Die anderen haben wir bereits gesehen.

Der Leopard ist bislang derjenige, der sich erfolgreich vor uns versteckt hat.

Eigentlich passt das auch ganz gut zu seinem Ruf.

Während andere Tiere irgendwann auftauchen, scheint der Leopard die Kunst perfektioniert zu haben, genau dann unsichtbar zu werden, wenn man glaubt, ihn gleich entdecken zu müssen.

Mal sehen, ob sich das diesmal ändert.

Falls nicht, wird er vermutlich weiterhin davon überzeugt sein, dass er das bessere Spiel spielt.

Vorfreude ist manchmal schon die halbe Reise

Heute war insgesamt kein außergewöhnlicher Tag.

Kein Abenteuer.

Keine spektakulären Ereignisse.

Ein ruhiger Arbeitstag.

Ein fast leeres Büro.

Ein hartnäckiger Schnupfen.

Eine Flugbuchung, die deutlich komplizierter war als nötig.

Und trotzdem bleibt am Ende vor allem eines hängen:

Die Reise rückt näher.

Mit jedem gebuchten Baustein wird aus einer Planung mehr Realität.

Die Gedanken wandern automatisch immer häufiger nach Afrika. Zu den Safaris, den Pirschfahrten, den Sonnenuntergängen und zu der Hoffnung, dass sich irgendwo zwischen all dem vielleicht doch noch ein Leopard blicken lässt.

Bis dahin müssen allerdings erst einmal noch ein paar Monate und vermutlich einige Meetings überstanden werden.

Aber jetzt ist zumindest klar:

Die Flüge sind gebucht.

Gute Nacht

Der Schnupfen darf jetzt gerne verschwinden.

Die Vorfreude bleibt.

Gute Nacht.

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